Samstag, 4. August 2018

Ausgezogen Teil 2

In der letzten Woche ist die nächste Maschine ausgezogen: die DR Big.


Sie ist richtig gut in Schuß, das Dekor sieht aus wie neu und Kratzer sind auch keine da. Aber bei diesem Bike ist der Name Programm: sie ist dick und schwer.
Ich find's schade, weil ich da bequem mitfahren konnte. Aber andererseits: wie oft war das?


Sie hat einen guten neuen Fahrer gefunden, der sie wenigstens bewegen wird. Besser so, als sich bei uns die Reifen platt stehen.

Sonntag, 29. Juli 2018

Die erste größere Tour

Am Samstag hatte die Hitze der letzten Tage etwas nachgelassen und der Mechaniker beschloss, seine erste längere Strecke mit der BMW Sertao zu fahren. Unser Malermeister aus Soltau hatte zum Grillen eingeladen.
Gegen Mittag ging es los. Das erste Hindernis war der Schalthebel. Bei der Probefahrt mit Straßenschuhen war noch nicht aufgefallen, dass der Schalthebel zu kurz und zu tief war. Mit den Motorradstiefeln ging dann nix mehr. Gut, wenn man immer noch einen ungebrauchten Hebel in Reserve hat, der schnell angebaut werden kann.


Beim ersten Stopp in Wildeshausen bekam ich als daheim gebliebene den ersten telefonischen Bericht: läuft ganz gut, wenn auch langsamer als gedacht. Die Reifen sind nicht gut, die Karre pendelt bei Geschwindigkeiten um 110 km/h und der Blinker links ist abgefallen.
Aber an der Tanke steht ein Toyota aus Kuwait.

Die Jungs sind vor 2 Wochen mit Ihrem Toyota aus Kuwait losgefahren. Ziel ist der Polarkreis in Norwegen. Nach meiner Anmerkung: "cool idea", waren wir sofort im Gespräch. Während etwa 200 Liter Sprit (Super versteht sich) im Toyota verschwinden, entwickeln sich interessante Gespräch. 6000km haben die 4 Teilnehmer der "Expedition Europe" schon hinter sich. Nicht alle Begegnungen waren schön, Syrien musste umfahren werden, aber Europa gefällt den Jungs. Das, was sie am meisten beeindruckt, ist, daß es in Europa keine Grenzen gibt. Einfach so bis nach Norwegen fahren. Wer von den vieren die Idee hatte zu einer solchen Reise habe ich nicht verstanden. Ich glaube es waren alle 4 zusammen. "Albaddah" steht auf Ihrem Geländewagen, was auf deutsch soviel bedeutet wie die "Schmidt´s". Sollte ich jemals nach Kuwait kommen bin ich selbstverständlich eingeladen. Ich soll einfach nach Albaddah fragen. Zum Abschied gab es noch einen Albaddah Aufkleber, den ich noch vor Ort auf die Karre geklebt habe und ein herzliches "inschallah" Gute Reise!


Und die Sertao bekommt ihren ersten Reiseaufkleber.


Nach kurzer Pause ging es dann weiter nach Soltau. Wenn der Mechaniker damit gerechnet hatte, viele Menschen anzutreffen, die bei Bierchen und Würstchen um einen Grill herum stehen, so war er ganz erstaunt, dass außer ihm und der KLR niemand da war. Noch nicht einmal der Gastgeber.


Seltsame Sache das. Nach einer Weile bekam er den Malermeister ans Telefon. Er war mit den Hunden unterwegs, nachdem die Grillfeier wegen drohendem schlechten Wetter abgesagt wurde.
Aber sein Würstchen bekam der Mechaniker dann trotzdem noch. Und der Blinker wurde fachmännisch wieder befestigt.


Gegen Acht machte der Mechaniker sich wieder auf den Heimweg. Im Ruhrgebiet ging gerade stärkerer Regen nieder, und ich dachte noch: hoffentlich zieht das nicht Richtung Soltau.
Aber genau das passierte natürlich. Extremer Regen und heftiges Gewitter veranlassten den Mechaniker bei Hannover anzuhalten. Bis dahin war er völlig durchgeweicht. Bei derartigen Starkregen läuft oben alles einfach in die Klamotten und zieht bis unten durch.
Weil er die Hose in die Stiefel gesteckt hatte, war das Wasser hinein gelaufen. Später konnte ich mich davon überzeugen, dass die tatsächlich wasserdicht sind: es kommt kein Wasser heraus. Deshalb konnte er ordentlich was ausschütten.
Inzwischen war auch der rechte Blinker abgefallen.


Irgendwann ging es dann weiter. Völlig durchnässt und dadurch auch kalt im Fahrtwind. Gut, dass die BMW Griffheizung hat.
Knapp vor Mitternacht kam der Mechaniker wieder hier an. Tropfend. Wir haben dann die nassen Sachen erstmal in der Garage aufgehängt. Heute scheint bei Temperaturen um 25 Grad wieder die Sonne. Die Trockenstation kann nach draußen verlegt werden.


Und das sagt der Mechaniker nach dieser Tour über die Sertao:

Das Fahrgefühl vermittelt ständig den Eindruck, dass man auf einer ausgewachsenen 2-Zylinder BMW sitzt. Daher ist das erste subjektive Empfinden: die Kiste ist langsam, ist sie aber nicht. Die Dauer-Reisegeschindigkeit kann zwischen 140 und 160 km/h liegen, was für einen Einzylinder absolut in Ordnung ist. Auch bei Überhohlmanövern über 120km/h kommt noch ordentlich was. Die Linke Spur kann, zumindest temporär, befahren werden. Das Handling ist trotz der extrem beschissenen Metzeler Tourance next komplett souverän. Mit einem schlechten Fahrwerk wäre ich auf der Autobahn wegen der Reifen und der Nässe bestimmt verunglückt. Das Licht ist hervorragend, der Windschutz, auch dank der verstellbaren Scheibe, perfekt. 2 x 300km am Stück und keine Rückenprobleme. Auch keine Schmerzen am Popo. Einfach nur "leider geil!"

Dienstag, 24. Juli 2018

Sie ist da

Seit Samstag schon ist "die Neue" vom Mechaniker bei uns in der Garage. Ich bin bloß noch nicht zum bloggen gekommen.
Aber jetzt kann ich sie vorstellen:
Es ist wieder eine BMW geworden. (Dafür zieht die Dakar aus).

Das Cockpit ist schön bunt, wenn man die Zündung startete.




Die Maschine ist richtig gut gepflegt und gewartet worden, was auch schriftlich dokumentiert ist. 
Das läßt das Herz des Mechanikers höher schlagen. 
Mit der Dakar ist er nie so richtig warm geworden. Es sollte auch eigentlich eine neueres Modell sein, das dann bei uns alt werden kann. Ohne große Schrauberei. Zuverlässig zum einfach los fahren. Nur mal Reifendruck und Tankinhalt checken und los. Gut für alle Gelände und größere Strecken Autobahn. Brot und Butter eben. Fährt immer.
Die 700er Transalp war noch eine Option, aber für die Sertao spricht unter anderem das geringere Gewicht.

Noch ist die Dakar nicht verkauft und deshalb kann man sie schön nebeneinander stellen, um sie in aller Ruhe zu vergleichen.






Donnerstag, 19. Juli 2018

Ausgezogen

Der Mechaniker räumt auf. Weil er die Lust am Schrauben verliert. Denn es ist immer was zu tun. Und langsam entsteht das dringende Gefühl, dass das alles ein bisschen zu viel ist. Deshalb hat er beschlossen, dass sortiert und aufgeräumt wird. Was bedeutet, dass das ein- oder andere Motorrad auszieht.
Vor ein paar Tagen schon ist die Tuareg Wind umgezogen. Innerhalb der Stadt.





Leicht ist es nicht gefallen. Aber "so kann das nicht weiter gehen", sagt der Mechaniker.

Sortieren bedeutet aber auch, Platz zu machen. Für Neues. Insgesamt sollen 4 oder 5 Motorräder aus-und ein Neues einziehen. Und da weiß der Mechaniker schon ganz genau, was das sein soll. Vielleicht kann ich am Samstag schon mehr verraten.

Sonntag, 8. Juli 2018

Samstagsrunde


An diesem Wochenende hatten wir eine Verabredung. Der Mechaniker hatte sich mit einem KLR 250 Fan abgesprochen, dass wir eine Runde zusammen  drehen wollen. Als Treffpunkt war das alte Schiffshebewerk Henrichenburg vereinbart. Ein schöner Ort für ein Treffen, dachte ich noch. Aber weil das Ruhrgebiet überall baut und Strassen gesperrt sind, kamen wir da nicht an. Nix zu machen. Getroffen haben wir uns dann aber schließlich trotzdem, Mobiltelefon sei Dank
Unser Zeil war der Motorradtreff in Nordkirchen. Da kann man schön unter Bäumen im Schatten sitzen. Was wir bei Benzingesprächen auch ausgiebig getan haben.


 Unsere Afrikas waren von unserem Platz im Schatten natürlich gut zu sehen.


Ein paar Schritte weiter waren die beiden Kawasakis geparkt. 

Die Zeit verging und wir verabredeten, weiter bis Haltern zu fahren und uns dort unter andere Bäume zu stellen. Dort war immer ein uralt eingesessener Bikertreff mit Pommes- und Eiswagen. Aber dann hat genau gegenüber so ein roadstopartiges Ding aufgemacht mit Convenince-Küche und allem anderen Kram, den ich nicht brauche. Die anderen auch nicht. Und deshalb standen wir auf dem Schotterplatz unter den alten Bäumen .
Bis irgendwann der Hunger kam und es Zeit war für die Heimreise.
Eigentlich wollten wir noch kochen, aber dann kamen wir in Waltrop an einem Laden vorbei. der ganz einladend aussah : eine Pizzeria mit karierten Tischdecken und "original italienischer Küche". Das stand jedenfalls unter dem Namen des Lokals.
Die Hondas konnten in Sichtweite des Tisches geparkt werden, perfekt.


Aber es war dann doch anders als erwartet. Die Bedienung war überfordert, alles hat ewig gedauert. Schon bis zum ersten Mal jemand kam, um zu fragen, was wir trinken möchten. Den Gesprächen am Nachbartisch konnten wir entnehmen, dass die auch schon lange warten. Also hat der Mechaniker einfach im Internet die Webseite des Lokals aufgerufen ( dachte er zunächst) und als die Bedienung dann kam, um nach den Getränken zu fragen, haben wir die Pizza gleich mit bestellt. Erst die Frage nach großer oder kleiner Pizza veranlasste den Mechaniker, nochmal in sein Handy zu schauen, nachdem wir unsere Wünsche geäußert hatten. Und - oh jeh, er hatte die Karte einer Pizzeria gleichen Namens in Köln aufgerufen. Dummerweise dauerte die Zubereitung der Pizzen dann auch genau so lange, als hätten wir sie in Köln bestellt-
Derweil entspannen sich lustige Gespräche. Zum Beispiel mit unseren Tischnachbarn, die uns dann ein paar Tipps für wirklich gute Restaurants gaben.
Und zwei Kinder waren sehr an unseren Bikes interessiert. Sie umrundeten sie vorsichtig, nachdem der Vater sie ermahnt hatte, die Motorräder nicht anzufassen. Sie äußerten dann so ihre Ansichten: die kleine NX muss schneller sein als die Afrika Twin, die ist schliesslich so dick. Ausserdem waren sie der Meinung, dass die Afrikas aussehen wie Räubermotorräder. Was zu der spannenden Frage führte, ob wir denn wohl Räuber sind.
Alles in allem ein lustiger Tag. Auch wenn klar ist, dass wir in diese Pizzeria nicht nochmal gehen werden. Aber wir wollen den Tipps unserer Tischnachbarn nachgehen und vielleicht begegnet man sich ja nochmal?

Sonntag, 13. Mai 2018

So are we....

Was offroad fahren angeht, könnte ich gerne noch üben. Und weil ich meine schöne NX Afrika nicht einfach auf einem Stein, in der Mokke, oder auf Geröll ablegen will, musste eine andere Karre her. Für zum Üben und auch mal fallen lassen. Keine Schönheit. Funktionieren soll sie, nicht teuer sein.... Wir haben überlegt, was für ein Ding das sein könnte. Eine Kawasaki KLX mit Tieferlegung?  Eine Yamaha TRW?....? Oder einer andere NX 250?
Es hat nicht lange gedauert, da hat der Mechaniker eine kleine Honda gefunden. In Wuppertal.
Gestern haben wir uns einen Anhänger geliehen und sie abgeholt.


 Schon praktisch, dass der Jeep eine Hängerkupplung hat.


Zur genaueren Ansicht haben wir meine "Neue" erstmal auf der Terrasse geparkt.


Heute wollten wir eine kleine Proberunde drehen. Wirklich nur klein, einmal umme Ecke.


Wir hatten schon alles vorbereitet und dann erst ins Wetter geguckt. Wetterwarnung. Gewitter, Hagel und Wind sind angesagt. Und weil ich nach dem letzten Sturm im Januar immer noch Nerven habe, haben wir den Ausflug gestrichen und stattdessen lieber die Motorräder in der Garage zusammengeschoben.
Das Tor ist sehr eng, und der Jeep passt soeben hinein, wenn die Spiegel angeklappt sind.


Gut, dass da wenigstens keine Innenwand ist... Sonst kommt man aus dem Auto nicht mehr raus.


Sieht doch auch ganz gut aus, wie sie da so hintereinander - nebeneinander stehen.



 Zwei müssen das Wetter draußen abwarten: die Aprilia steht ein bisschen im Regen,


während die kleine Afrikanerin "im Gang" Unterschlupf findet und trocken steht.


Mittlerweile ist der Regen da, es grummelt der erste Donner....  

Sonntag, 15. April 2018

Der güldene Lenker

Das war mal wieder was: gestern hatte die NX 250 einen Termin beim beim TÜV. Für mich ist das ein bisschen so, wie ein Termin beim Zahnarzt: ich weiß nie, was dabei raus kommt. Da habe ich schon die skurrilsten Sachen erlebt. Deshalb kommt auch immer der Mechaniker mit.
Schon vor der eigentlichen Prüfung war klar: die Plakette bekommen wir nicht. Wegen des Lenkers. Der aber schon einmal den TÜV durchgestanden hatte, schließlich ist er seit 2016 verbaut.
Sogar schon bevor wir das Dekor gemacht haben....


Aber gestern ging da nix. Weil die Nummer auf dem Lenker zu sehen war und wir kein Zulassungspapier dafür haben. Der Tipp des Prüfers: schwarz lackieren und wiederkommen.
Immerhin verlief die restliche Überprüfung ohne Beanstandung und ich brauchte noch nix zu bezahlen.

 Die Stelle des Anstoßes

Mit einem schwarzen Lenker konnte der Mechaniker sich nicht anfreunden. Gut, dass er noch eine Dose des goldenen Lacks hatte, den er auch bei dem Lenker seiner Africa Twin verwendet hat.
Fix in mehreren Lagen übergesprüht, bis auch kein bisschen von der Prägung mehr zu sehen war und in der Sonne trocknen lassen (nein, natürlich haben wir den Lenker nicht die ganze Zeit gehalten) .





Als letzte Tat des Tages wurde der Lenker in der Abenddämmerung montiert. So geht es dann in der nächsten Woche nochmal zum Prüfer.

Sonntag, 8. April 2018

Die erste Tour

Gestern war es endlich soweit: die erste Tour des Jahres stand an. Jörg aus Soltau war morgens angereist und wir 3 waren pünktlich am Treffpunkt. 
Eine gemischte Truppe von 7 Bikes fand sich zusammen. 




Am Möhnesee der erste Halt. Die Sonne war schon schön warm, der Frühling kommt endlich.


Meine kleine NX 250 läuft gut. Zwar mussten wir uns manchmal etwas anstrengen um mit den großen Maschinen mitzuhalten, aber die anderen Fahrer sind keine Raser.



Weiter ging es über kleine Straßen, ein Stück Schotterweg und ohne eine einzige Ampel bis Brilon. Ziel der Tour war die Hiebammen Hütte. Als Motorradfahrer ist man auf dem Parkplatz direkt an der Hütte nicht willkommen, der Wirt kam sofort gelaufen um uns mitzuteilen, dass das eine Wander- und Radfahrer- Hütte ist und wir doch bitte auf dem weiter entfernten Parkplatz parken sollten. Das Stück Fußweg zurück zur Hütte zählt dann vermutlich als Wanderung.



Es gibt schöne Ecken in der Gegend.


und ab uns zu kann man mal Pause machen, reden, gucken und fotografieren.



Letzter Halt: Flughafen Soest.
Noch etwas trinken, Fallschirmspringern zusehen, und dann zurück Richtung Heimat.  Ziemlich genau 250 km sind wir gefahren. Das hat Spaß gemacht.